Spielarten

Jeder Mitspieler hält seine zehn Karten in der Hand, und es ist an der Zeit, Ihnen zu erklären, welche Spielarten im Skat möglich sind und welches Ziel zu erreichen ist.

Da gibt es zunächst die Farbspiele. Sie werden am meisten gespielt. Als zweite Gruppe nennen wir Ihnen die Großspiele oder Grands und als dritte Gruppe die Nullspiele. Grundsätzlich gibt es in jeder Spielart einen Alleinspieler und zwei Gegenspieler, die gemeinsam gegen den Alleinspieler stehen; es haben sich also zwei Parteien gebildet. Auf welche Art der Alleinspieler ermittelt wird, werden Sie später noch sehen. Jede dieser Parteien versucht, möglichst viele Augen, die Zählwerte der Karten, auf sich zu vereinen. Außer den noch zu erwähnenden Nullspielen ist Skat ein Augenspiel. Da 120 Augen im Spiel sind und es einen unentschiedenen Spielausgang nicht gibt, ist in der Skatordnung festgelegt, daß der Alleinspieler sein Spiel gewonnen hat, wenn er mindestens 61 Augen in seinen Stichen zählen kann, wobei die Augen im Skat grundsätzlich für den Alleinspieler zählen. Haben beide Parteien, der Alleinspieler und die beiden Gegenspieler, je 60 Augen, dann hat der Alleinspieler verloren.

Wir werden nun den Begriff "Stich" erläutern und im Zusammenhang damit das Wort "Trumpf. Sie haben sicher schon beim Skatspielen zugesehen und festgestellt, daß jeder der Spieler in bestimmter Reihenfolge eine Karte auf den Tisch legt. Diese drei Karten werden als Stich bezeichnet. Er wird von einem Spieler vereinnahmt und verdeckt abgelegt. Der Spieler, der den Stich bekommen hat, spielt dann wieder als erster aus, das heißt, er legt die erste Karte für den nächsten Stich auf den Tisch. Da dreißig Karten im Spiel sind, ergeben sich für jedes Spiel zehn Stiche. Wer erhält den Stich? Innerhalb einer Farbe übernimmt jede Karte mit einem höheren Zählwert die mit einem niedrigeren Zählwert. Wenn drei Karten der gleichen Farbe auf dem Tisch liegen, erhält derjenige Spieler den Stich, der die Karte mit dem höchsten Zählwert ausgespielt hat. Bei den Luschen geht die Neun über die Acht und diese über die Sieben. Nun gibt es aber noch Karten, die als Trumpfkarten bezeichnet werden, mit denen wir jede Karte, die nicht Trumpf ist, stechen, das heißt, den Stich an uns nehmen können. Die Trumpfkarten sind allen Farbkarten überlegen und genießen daher Sonderrechte. An dieser Stelle sei jedoch auf die einschränkende Bestimmung des Bedienens hinweisen, die später besprochen wird.

Welche Karten sind nun Trumpf? Beim Skat sind die Buben in der Reihenfolge Kreuz-Bube, Pik-Bube, Herz-Bube und Karo-Bube ständige Trumpfkarten. Daran schließen sich bei den Farbspielen die sieben Karten der Farbe an, die der Alleinspieler als Trumpffarbe angesagt hat, und zwar in der Reihenfolge As, Zehn, König, Dame, Neun, Acht, Sieben.

Bei den Großspielen oder Grands sind nur die vier Buben in der bereits angegebenen Rangfolge Trumpf. Bei den Nullspielen gibt es überhaupt keinen Trumpf, und auch der Zählwert der Karten ist für den Spielausgang, wie wir später noch sehen werden, ohne Bedeutung.

Mit dieser Aufzählung haben Sie schon die drei Spielarten kennengelernt, die es im Skat gibt: 1. Farbspiele, 2. Großspiele oder Grands, 3. Nullspiele.